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Vor etwa einem Jahr lag ich in einem Krankenhaus-Aufwachraum. Die Anästhesie war gerade abgeklungen.

Ich habe den Mac aufgeklappt.

Die Pfleger:innen haben mitleidig geschaut. Einer hat gefragt, ob das jetzt wirklich sein muss. Ich habe gelächelt und gesagt: Das hier ist mein Leben. Das macht mich glücklich.

Das war kein Trotz. Das war Klarheit. Die Klarheit, die entsteht, wenn du weißt, wofür du arbeitest. Wenn die Positionierung als Selbstständiger aufgehört hat, ein Konzept auf einem Papier zu sein, und zur gelebten Überzeugung geworden ist.

Beginnt eine Reise, eine Reise vom Hamsterrad zur Vision.

Warum eine Vision ohne Schärfe dich erschöpft statt befreit

Ich bin jemand, der eigentlich nur Erfolge kennt. Klingt wie eine Schutzbehauptung. Es ist meine gelebte Realität.

Jeden Umweg, jeden Rückschlag, jedes Mal-ins-Klo-Greifen betrachte ich als Teil des Erfolgs. Das ist keine positive Psychologie aus einem Buch. Das ist die Entscheidung, wie ich Ereignisse rahme. Diese Entscheidung hat mir mehr gebracht als jede Strategie.

Vor etwa einem Jahr hat sich mein Leben von mehreren Seiten gleichzeitig verändert. Die ersten Symptome einer ernsthaften Erkrankung tauchten auf. Und gleichzeitig hat mir das Universum, ich nenne es so, eine Vision vor die Füße geworfen: raus aus dem Handwerk-Hamsterrad. Ein Produkt, das über meine eigenen Arbeitsstunden hinauswächst. Etwas, das trägt, auch wenn ich nicht direkt arbeite.

Ich habe mich sofort hingesetzt. Wochenlang ein Konzept geschnürt. Umfangreich, detailliert, voller Ideen.

Und dann kam der gesundheitliche Einbruch obendrauf.

Ich bin trotzdem weiter gegangen. Das allein war für mich ein riesiger Erfolg. Losgehen, obwohl es genug Gründe gäbe, den Kopf in den Sand zu stecken. Das ist das Gegenteil von dem, was die meisten tun.

Aber hier beginnt etwas, das viele Selbstständige kennen und das selten so klar benannt wird: Eine Vision, die für alle passt, passt für niemanden. Eine Positionierung als Selbstständiger, die für jeden offen ist, erschöpft dich, weil sie keine Energie zurückgibt. Weil die Botschaft ins Leere läuft. Weil du hart arbeitest und trotzdem das Gefühl hast, irgendwie an der falschen Stelle zu stehen.

Genau das ist mir passiert. Und es war ein gutes Zeichen. Weil es gezeigt hat, dass die Schärfe fehlte.

Was passiert, wenn eine Positionierung zu breit wird

Ich habe Anfang 2025 angefangen, Content zu erstellen. Reels, Texte, Storys. Ich habe gelernt zu schneiden, zu sprechen, zu schreiben. Das war echte Arbeit, und ich habe echte Fähigkeiten aufgebaut.

Irgendwann im Sommer hatte ich die gesamte Content-Produktion automatisiert. Monatelang Content auf Vorrat. Automatisierungen verstanden. Im Texten, Schneiden, Hooken ordentlich trainiert.

Dann habe ich etwas festgestellt, das mich gestoppt hat.

So gut der Content auch war: Er brachte mich nicht dahin, wo ich hin wollte. Er unterstützte mich nicht dabei, mit einer klaren Positionierung als Selbstständiger ein System aufzubauen, das funktioniert. Der Content war gut. Aber er war zu breit. Viele Themen, viele Stimmen, kein klar erkennbarer Fokus.

Das ist das Muster, das die meisten Selbstständigen kennen. Du arbeitest hart. Du erzeugst Inhalte. Du bist aktiv. Und trotzdem entsteht keine Sogwirkung. Keine klare Anfrage. Keine Kunden, die sagen: Das ist genau für mich.

Weil zu breite Positionierung als Selbstständiger das Gegenteil von dem produziert, was du willst. Statt Anziehung erzeugt sie Gleichgültigkeit. Du bist irgendwie sichtbar, aber für niemanden wirklich relevant.

Das liegt an einem Mechanismus, den die Marketingpsychologie gut beschreibt. Wer alle ansprechen will, spricht am Ende niemanden wirklich an. Das menschliche Gehirn ist auf Relevanz geeicht. Was nicht klar zu mir passt, rauscht durch. Was genau mein Problem beschreibt, bleibt hängen.

Ein Angebot, das für alle ein bisschen passt, löst bei niemandem das Gefühl aus: Das bin ich. Das brauche ich. Da muss ich mich melden.

Genau dieses Gefühl ist das Ziel von Positionierung als Selbstständiger. Und es entsteht nur durch Schärfe, durch Entscheidungen, was du bist und was du bewusst lässt.

Für viele Selbstständige ist das der schwerste Teil. Weil Schärfe sich anfühlt wie Verlust. Wie das Aufgeben von Möglichkeiten. In Wirklichkeit ist es das Gegenteil: Wer schärfer wird, gewinnt Klarheit. Und Klarheit zieht die richtigen Menschen an, ohne dass du sie jagen musst.

Der Unterschied zwischen Information und Urteil: Wie ich mit Rückschlägen umgehe

Für manche wäre der Moment, in dem man erkennt, dass monatelange Content-Arbeit nicht zum Ziel führt, der Moment gewesen, alles hinzuschmeißen.

Ich habe es als Information behandelt. Die Information lautete: Schärfer werden.

Das ist der Unterschied, über den ich hier sprechen will, weil er fundamental ist für jede Positionierungsarbeit als Selbstständiger.

Wer Rückschläge als Urteile behandelt, bleibt stecken. Das war falsch. Das hat nicht funktioniert. Ich bin gescheitert. Diese Rahmung nimmt die Energie für das Weitermachen.

Wer Rückschläge als Informationen behandelt, bewegt sich. Das zeigt mir, was noch fehlt. Das zeigt mir, in welche Richtung ich justieren muss. Das gibt mir den nächsten Schritt.

Diese Haltung hat nichts mit Zweckoptimismus zu tun. Sie ist eine praktische Entscheidung über die Frage, ob Energie in Selbstkritik oder in Korrekturen fließt.

Mein zu breiter Content war eine Information. Er hat mir gezeigt, dass Positionierung als Selbstständiger nicht im Vagen entstehen kann. Dass Schärfe eine Entscheidung erfordert, keine weitere Produktion. Dass mehr Content das Problem nie löst, wenn das Problem Klarheit ist.

Also habe ich gestoppt. Alle Todos eingefroren. Den Kurs pausiert. Und zwei Wochen ausschließlich an einem gearbeitet: Wer ist meine Zielgruppe wirklich? Was ist ihr konkretes Problem? Was ist die Transformation, die ich ermögliche?

Diese zwei Wochen haben mehr verändert als alles, was vorher produziert worden war.

Der Moment, in dem alles klick gemacht hat

Dann hat sich etwas grundlegend verändert. Keinen langsamen Prozess. Kein schrittweises Verstehen. Einfach ein Rumsen im Kopf.

Für mich war das ein Video. Eine Idee zur Positionierung, die ich vorher nur geahnt hatte, wurde in einem Moment zu hundert Prozent klar. Der gesamte Content war gut. Aber der Fokus fehlte. Eine meisterhafte Positionierung als Selbstständiger ist etwas anderes als guter Content.

Ich habe sofort alle Todos gestoppt.

Nicht Instagram. Das lief weiter und hat tauschweise Inhalte ausgespielt. Aber alle anderen Projekte, alle parallelen Vorhaben, alles, was nicht direkt zur Positionierungsfrage gehörte, wurde eingefroren.

Was dann kam, war kein dramatischer Prozess. Es war stilles, konzentriertes Arbeiten an drei Fragen.

Für wen genau? Welches Problem genau? Welche Transformation genau?

Klarer Nutzen. Klarere Zielgruppe. Einfacherer Aufbau.

Das Ergebnis war ein Produkt, das ich wirklich vertreten konnte. Klarer als vorher. Ehrlicher als vorher. Mit einer Zielgruppe, die ich so konkret benennen konnte, dass jeder Satz Content sofort einen Menschen vor Augen hatte, für den er geschrieben war.

Und die Vorfreude danach war wie ein Rausch. Wenn das Arbeit ist, liebe ich Arbeit.

Das ist kein Zufall. Das ist das Gefühl, das entsteht, wenn Positionierung als Selbstständiger wirklich stimmt. Wenn das, was du anbietest, wirklich zu dem passt, was du bist, und wirklich zu den Menschen passt, für die du es baust.

Was meisterhafte Positionierung als Selbstständiger wirklich bedeutet

Positionierung ist das Wort, das in der Selbstständigkeit am häufigsten verwendet und am seltensten wirklich verstanden wird.

Die meisten verstehen darunter einen schlauen Satz auf der Website. Eine kurze Beschreibung, die klingt wie: Ich helfe X bei Y mit Z.

Das ist die Form. Die meisterhafte Positionierung als Selbstständiger ist der Inhalt dahinter.

Sie ist eine Entscheidung, die durch alles hindurchgeht, was du tust. Für wen arbeitest du? Mit welchem Problem? Mit welcher Lösung? Zu welchem Preis? In welcher Sprache? Welche Anfragen nimmst du an, welche lehnst du ab?

Meisterhafte Positionierung bedeutet, dass alle diese Antworten dieselbe Richtung zeigen. Dass dein Angebot, dein Content, dein Preis und deine Kommunikation alle auf denselben Menschen zeigen. Dass jemand, der zu deiner Zielgruppe gehört, sofort erkennt: Das ist für mich.

Und dass jemand, der nicht dazu gehört, genauso schnell erkennt: Das ist nicht für mich.

Beides ist richtig. Beides ist gewollt.

Das ist der Teil, der vielen Selbstständigen so schwer fällt. Das bewusste Ablehnen von Relevanz für einen Teil des Markts. Das Akzeptieren, dass du nicht für alle der Richtige bist.

Aber hier liegt die Ironie: Wer aufgehört hat, für alle relevant sein zu wollen, und angefangen hat, für eine konkrete Gruppe klar zu sprechen, hat mehr geleistet als jemand, der zwanzig Jahre lang für alle offen war. Weil Schärfe Vertrauen erzeugt. Und Vertrauen ist, wie wir in diesem Blog mehrfach besprochen haben, das, was Kunden wirklich kaufen.

Ich habe jahrelang versucht, für möglichst viele Selbstständige relevant zu sein. Das hat mich erschöpft und wenig gebracht. Der Moment, in dem ich aufgehört habe, für alle sprechen zu wollen, und angefangen habe, für eine ganz konkrete Gruppe klar zu sprechen, hat alles verändert.

Die Zielgruppe, die alles verändert hat

Einzelunternehmer. Handwerker, Freelancer, Dienstleister. Menschen, die gute Arbeit leisten und trotzdem am Ende des Monats zu wenig übrig haben. Die Buchhaltung fürchten. Die ihren Stundenlohn falsch kalkulieren. Die sich zu wenig positionieren und deshalb zu viel arbeiten für zu wenig Ertrag.

Diese Menschen kenne ich. Ich war einer von ihnen.

Das ist der Satz, der alles verändert hat.

Nicht: Ich helfe Selbstständigen mit Buchhaltung und Positionierung. Sondern: Diese Menschen kenne ich. Ich war einer von ihnen.

Der Unterschied liegt nicht in der Formulierung. Er liegt in der Tiefe des Verständnisses, die dahinter steht. Wer seine Zielgruppe aus gelebter Erfahrung kennt, kommuniziert fundamental anders als wer sie aus der Distanz beschreibt.

Ich kenne das Gefühl, wenn der Steuerbescheid kommt und man nicht weiß, ob das Konto reicht. Ich kenne das Gespräch, in dem ein Auftraggeber den Preis drückt und man nachgibt, obwohl man weiß, dass es falsch ist. Ich kenne die Erschöpfung des Hamsterrads, in dem mehr Arbeit nicht automatisch mehr Ertrag bedeutet. Und ich kenne den Moment, in dem man zum ersten Mal wirklich versteht, was das eigene Business trägt.

Diese Erfahrungen sind nicht Hintergrund. Sie sind das Angebot.

Wer als Selbstständiger eine Positionierung aufbaut, die aus echter Erfahrung mit der Zielgruppe kommt, hat einen Vorteil, den niemand kopieren kann. Die Sprache stimmt. Die Problembeschreibung trifft. Das Vertrauen entsteht, bevor das erste Gespräch geführt wurde.

Und hier liegt der Kern von Positionierung als Selbstständiger in seiner tiefsten Form: Du positionierst dich dort, wo deine eigene Geschichte die Geschichte deiner Zielgruppe schneidet. Wo dein Weg sie mit ihrer Realität verbindet.

Das ist kein Marketingkonzept. Das ist Authentizität als strategisches Fundament.

Positionierung als Selbstständiger ist kein einmaliger Prozess

Positionierung als Selbstständiger ist kein Projekt mit Anfang und Ende. Sie ist kein Workshop, den du einmal besuchst, und danach ist alles klar. Sie ist auch kein Strategiepapier, das du einmal schreibst und dann fünf Jahre lang folgst.

Sie ist ein lebender Prozess. Eine tägliche Praxis. Ein System, das du aufbaust, mit dem du lebst und das du regelmäßig nachjustierst.

Das zeigt sich in meiner eigenen Geschichte sehr konkret.

Ich hatte eine erste Version meiner Positionierung. Sie war gut. Ich habe damit Content produziert, Angebote entwickelt, erste Schritte gemacht. Dann habe ich gemerkt, dass sie zu breit war. Ich habe nachgeschärft. Zwei Wochen intensive Arbeit an Zielgruppe, Problem und Transformation. Das Ergebnis war klarer.

Und dann wird es wieder eine Justierung geben. Weil sich meine Erfahrung vertieft. Weil sich die Zielgruppe schärfer zeigt, je mehr ich mit ihr arbeite. Weil ich lerne, was wirklich trägt und was gut klingt, aber wenig bewirkt.

Wer behauptet, Positionierung sei eine einmalige Übung, hat sie noch nicht wirklich durchgemacht.

Das bedeutet nicht, dass du nie zu einer stabilen Positionierung kommst. Du kommst zu einer, und zwar zu einer, die trägt. Aber sie ist nicht unveränderlich. Sie entwickelt sich mit dir.

Das ist auch die Botschaft, die ich an jeden Selbstständigen richten würde, der gerade mitten in diesem Prozess steckt und sich fragt, warum es noch nicht klick macht. Meistens ist es kein Fehler in der Methode. Meistens ist es ein Zeichen, dass noch mehr Erfahrung mit der Zielgruppe nötig ist. Mehr Gespräche. Mehr Aufträge. Mehr ehrliches Hinschauen, was wirklich gebraucht wird.

Die Positionierung entsteht nicht vor der Arbeit. Sie entsteht durch die Arbeit.

Über diese Erkenntnisse, über die konkreten Momente, in denen meine eigene Positionierung sich verschoben und geschärft hat, schreibe ich regelmäßig in meinem wöchentlichen DeepTalkLetter. Weil Positionierung als Selbstständiger keine Theorie ist, die ich von außen beschreibe. Sie ist meine eigene Geschichte, die ich lebe und teile.

Vom Konzept zum Produkt: Was Schärfe konkret bedeutet

Ein Jahr nach der ersten Idee steht mein Produkt.

Nicht weil alles nach Plan gelaufen ist. Weil ich bereit war, den Plan zu ändern, wenn etwas in die falsche Richtung zeigte. Weil ich einen gesundheitlichen Einbruch genutzt habe, um zu klären, was wirklich wichtig ist. Weil ich monatelangen Content-Aufbau gestoppt habe, als ich erkannt habe, dass er zu breit war.

Jeder dieser Momente fühlte sich kurzfristig nach Rückschritt an. Langfristig war jeder ein notwendiger Schritt zur Schärfe.

Was ist Schärfe konkret? Es ist die Fähigkeit, auf eine einzige Frage eine klare Antwort zu geben: Für wen ist das?

Wenn die Antwort lautet: Für alle, die irgendwie selbstständig sind und Probleme haben — dann fehlt Schärfe.

Wenn die Antwort lautet: Für Einzelunternehmer im Handwerk, im Freelancing, in Dienstleistungen, die gute Arbeit leisten, trotzdem zu wenig übrig haben, und die zum ersten Mal wirklich verstehen wollen, was ihr Business trägt — dann ist Schärfe da.

Das ist kein langer Satz. Es ist eine konkrete Zielgruppe mit einem konkreten Problem und einer konkreten Transformation.

Wer diese Klarheit hat, schreibt anders. Spricht anders. Baut Angebote anders. Jeder Content-Satz, jedes Angebot, jede Kommunikation hat plötzlich einen Menschen vor Augen. Und wenn du einen Menschen vor Augen hast, trifft alles besser.

Der Weg von einem Konzept zu einem Produkt, das wirklich funktioniert, führt immer über diesen Engpass. Du startest mit einer Idee. Die Idee wird durch Handlung konkret. Die Konkretheit zeigt dir, was stimmt und was nicht. Du justierst, wieder und wieder, bis das, was du baust, wirklich das ist, was du meinst.

Dieser Prozess lässt sich beschleunigen: mit ehrlichem Feedback, mit direktem Kontakt zur Zielgruppe, mit der Bereitschaft, früh zu zeigen, was noch unfertig ist.

Er lässt sich aber nicht überspringen. Und das ist gut so.

Was ein Jahr lehrt, das zwanzig nicht konnten

Zwanzig Jahre Selbstständigkeit haben mir viel beigebracht. Handwerk, Kunden, Preise, Qualität, Ausdauer. Den Wert von Verlässlichkeit. Die Wirkung von Positionierung im Handwerk.

Was sie mir nicht beigebracht haben: wie ich ein Unternehmen aufbaue, das über meine eigenen Arbeitsstunden hinauswächst. Wie ich eine Zielgruppe so konkret definiere, dass mein Angebot sie magnetisch anzieht. Wie ich Gewinn plane statt hoffe. Wie ich ein System baue statt Stunden tausche.

Das habe ich in einem Jahr gelernt.

Durch eine Erkrankung, die mir Zeit gegeben hat, nachzudenken. Durch Content-Arbeit, die mir gezeigt hat, was Schärfe bedeutet, nämlich das Gegenteil von Breite. Durch eine Positionierungsklärung, die alles vorher Gelernte in ein neues Licht gestellt hat.

Und durch ein Produkt, das ich an meinen eigenen Zahlen getestet habe. Das der Proof ist, dass das, was ich verspreche, auch für mich gilt.

Zum ersten Mal in meinem Berufsleben habe ich wirklich den vollen Überblick über meine Zahlen. Zum ersten Mal mache ich bewusst Gewinn. Ich bilde Rücklagen. Ich weiß, was auf meinem Konto mir gehört und was fürs Finanzamt ist. Ich erlebe selbst die Transformation, die ich meinen Kunden verspreche.

Das war immer der Grund, warum ich selbstständig sein wollte. Freiheit. Selbstbestimmung. Der direkte Zusammenhang zwischen dem, was ich leiste, und dem, was ich verdiene. Es hat zwanzig Jahre Handwerk, eine Insolvenz, eine Erkrankung und ein Jahr intensive Positionierungsarbeit gebraucht, um wirklich dort anzukommen.

Die einfachste Buchhaltung der Welt ist das Werkzeug, das mir diese Klarheit gibt. Dreißig Minuten im Monat, vollständige Einnahmen-Überschuss-Rechnung, Gewinn auf einen Blick. Das klingt simpel. Es ist transformativ. Weil finanzielle Klarheit die Grundlage jeder unternehmerischen Entscheidung ist. Weil Positionierung als Selbstständiger ohne Zahlenklarheit auf tönernen Füßen steht.

Der letzte Gedanke

Ich habe in einem Aufwachraum meinen Mac aufgeklappt. Die Pfleger:innen haben mitleidig geschaut.

Ich habe gelächelt. Nicht aus Trotz. Weil ich an dem Punkt war, an dem Positionierung als Selbstständiger aufgehört hatte, eine Aufgabe zu sein, und zur Identität geworden war.

Ich weiß, für wen ich arbeite. Ich weiß, welches Problem ich löse. Ich weiß, was nach meiner Arbeit anders ist. Und ich weiß, was mein Business trägt.

Das ist nicht das Ergebnis von einem genialen Strategie-Tag. Es ist das Ergebnis von einem Jahr ehrlicher Arbeit, mehreren Justierungen, einer Erkrankung, die mir Zeit gegeben hat hinzuschauen, und der Bereitschaft, monatelange Arbeit zu stoppen, wenn sie in die falsche Richtung zeigt.

Die Schärfe, die daraus entstanden ist, fühlt sich anders an als alles, was vorher war. Leichter. Klarer. Energetischer.

Du brauchst diesen Umweg nicht in dieser Form. Aber du brauchst die Entscheidung. Die Entscheidung, schärfer zu werden. Zu entscheiden, für wen du arbeitest und für wen bewusst nicht. Eine Positionierung als Selbstständiger aufzubauen, die nicht für alle passt, aber für die Richtigen perfekt ist.

Diese Schärfe wartet bereits in dir. In den Projekten, auf die du stolz bist. In den Kunden, mit denen die Zusammenarbeit wirklich leicht war. In der Arbeit, die du immer wieder machen würdest, wenn du die Wahl hättest.

Du musst sie nur benennen. Konsequent. Täglich.

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Manuela Strehober zeigt in ihrem Artikel sehr klar, warum Positionierung nicht durch mehr Lautstärke entsteht, sondern durch saubere Sortierung, klare Zielgruppe und den Mut, nicht mehr für alle sprechen zu wollen.


Wichtige Fragen

Warum erschöpft mich meine Positionierung obwohl ich viel Content mache und hart arbeite? 

Weil eine Positionierung die für alle offen ist keine Energie zurückgibt. Wer alle ansprechen will spricht am Ende niemanden wirklich an. Das menschliche Gehirn ist auf Relevanz geeicht. Was nicht klar zu einem passt rauscht durch. Was genau das eigene Problem beschreibt bleibt hängen. Mehr Content löst das Problem nie wenn das Problem fehlende Schärfe ist. Schärfer werden bedeutet entscheiden für wen man ist und für wen bewusst nicht.

Was ist der Unterschied zwischen guter Positionierung und meisterhafter Positionierung? 

Gute Positionierung ist ein Satz auf der Website. Meisterhafte Positionierung ist eine Entscheidung die durch alles hindurchgeht was du tust. Angebot, Content, Preis und Kommunikation zeigen alle auf denselben Menschen. Wer dazu gehört erkennt sofort das ist für mich. Wer nicht dazu gehört erkennt genauso schnell das ist nicht für mich. Beides ist richtig und beides ist gewollt. Die Bereitschaft für einen Teil des Markts nicht relevant zu sein ist der Kern meisterhafter Positionierung.

Ich habe monatelang Content produziert und trotzdem keine klaren Anfragen. Was läuft falsch? 

Wahrscheinlich ist der Content zu breit. Viele Themen viele Stimmen kein klar erkennbarer Fokus erzeugt Sichtbarkeit aber keine Sogwirkung. Das ist kein Versagen sondern Information. Sie zeigt dass Schärfe fehlt. Der nächste Schritt ist nicht mehr Content sondern weniger und dafür klarer. Für wen genau. Welches Problem genau. Welche Transformation genau. Wer diese drei Fragen klar beantworten kann schreibt jeden Satz mit einem konkreten Menschen vor Augen.

Wie gehe ich mit dem Gefühl um dass ich durch Spezialisierung Kunden verliere? 

Schärfe fühlt sich wie Verlust an. In Wirklichkeit ist es das Gegenteil. Wer aufgehört hat für alle relevant sein zu wollen und angefangen hat für eine konkrete Gruppe klar zu sprechen zieht die richtigen Menschen an ohne sie jagen zu müssen. Die Kunden die du durch Schärfe verlierst wären nie deine besten Kunden geworden. Die die bleiben kommen weil sie sich erkannt fühlen. Dieses Gefühl des Erkennens ist die Grundlage für Vertrauen. Und Vertrauen ist was Kunden wirklich kaufen.

Ist Positionierung als Selbstständiger ein einmaliger Prozess oder muss ich das immer wieder tun? 

Sie ist ein lebender Prozess. Eine tägliche Praxis. Du kommst zu einer stabilen Positionierung die trägt aber sie ist nicht unveränderlich. Sie entwickelt sich mit deiner Erfahrung. Je mehr du mit deiner Zielgruppe arbeitest desto klarer zeigt sich was wirklich gebraucht wird und was gut klingt aber wenig bewirkt. Wer behauptet Positionierung sei eine einmalige Übung hat sie noch nicht wirklich durchgemacht. Die Positionierung entsteht nicht vor der Arbeit. Sie entsteht durch die Arbeit.

Wie fange ich heute konkret an meine Positionierung zu schärfen? 

Mit drei Fragen die du so ehrlich beantwortest wie du kannst. Welche drei Aufträge der letzten zwei Jahre waren wirklich gut. Nicht die lukrativsten sondern die auf die du noch heute stolz bist. Was haben sie gemeinsam. Dann die drei schlechtesten. Dann eine Entscheidung: Alles außerhalb des Musters der guten drei bewusst loszulassen. Auf onoko.me findest du dafür die Grundlage. Finanzielle Klarheit zeigt welche Auftragstypen wirklich tragen und gibt dir den Spielraum konsequent nach deiner Positionierung zu entscheiden.

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